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Kurz-Informationen
Ein Planspiel, zwei Tage, drei Akte
Was euch erwartet
- Wer sind wir?
Eine Planspielinitiative in Zusammenarbeit mit Zäsur24 und dem Körperfunkkollektiv. - Wann?
Premiere am 18. und 19. April 2026 - Wo?
Weimar, Treffpunkt: vor dem Museum für Zwangsarbeit - Anmeldung:
https://pretix.eu/zhoch3/planspiel/ - Weitere Infos:
findet ihr auf Instagram: @zhoch_3
Bei diesem zweitägigen Event geht es nicht um langweiliges Zuhören, sondern um interaktive
Erinnerungskultur. Wir nehmen den Schwur von Buchenwald beim Wort und machen ihn zur
Grundlage für unser Handeln heute.
- Radioballett:
Ausgestattet mit Funkkopfhörern werdet ihr Teil einer Performance. Ihr seid
keine Zuschauer, sondern steuert durch eure eigenen Entscheidungen und Bewegungen die
Story. - Drei Akte:
Wir checken, wie Ausgrenzung historisch funktioniert hat, reflektieren unsere
heutige Bubble und entwerfen eine solidarische Vision für die Zukunft. - Skills & Austausch:
In anschließenden Workshops vertiefen wir das Erlebte durch Simulationen
und stärken unsere Handlungsfähigkeit gegen rechte Strukturen.
Kurzgesagt:
Kopfhörer auf, Geschichte begreifen und gemeinsam Pläne für morgen schmieden.
Schaut gerne bei uns vorbei
und sichert euch einen Platz
für die Premiere!
Einladung
Einladung zur Mitwirkung am Projekt „Zurück zur Zukunft (z³)“ – 18./19. April 2026
Im Rahmen des Antifaschistischen Ratschlags 2024 in Weimar entstand während des Workshops „80 Jahre Schwur von Buchenwald – Historisches Zeugnis und Leitbild bis in die Gegenwart“, initiiert durch Zäsur24, die Idee, Erinnerungskultur nicht allein retrospektiv zu betrachten, sondern sie in ein aktives, gegenwartsbezogenes und zukunftsorientiertes Bildungsformat zu überführen. Aus ersten Überlegungen zu einem Planspiel entwickelte sich – gemeinsam mit dem Körperfunkkollektiv – ein Radioballett in drei Akten. Unter dem Projekttitel „Zurück zur Zukunft (z³)“ laden wir für das Wochenende des 18. und 19. April 2026 in Weimar dazu ein, Erinnerung neu zu denken, gemeinsam zu gestalten und die Teilnehmer:innen zu neuen Ideen zu inspirieren.
Das Radioballett gliedert sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Es verbindet die historischen Umstände und Lehren der faschistischen Herrschaft – symbolisch verdichtet im Vermächtnis des Schwurs von Buchenwald – mit einer kritischen Betrachtung gegenwärtiger demokratischer Prozesse und macht zugleich das Gewicht individueller Entscheidungsmacht erfahrbar. Im dritten Akt hebt sich der Vorhang für die Zukunft als utopischer Denk- und Handlungsraum: nicht als abstrakte Vision, sondern als konkrete Frage danach, welche Welt wir aktiv mitgestalten wollen.
„Zurück zur Zukunft (z³)“ versteht sich in seiner künstlerischen Gestaltung und methodischen Herangehensweise als neuartiges Bildungs- und Gedenkformat. Die Verbindung aus performativer Intervention, kollektiver Erfahrung und anschließender vertiefender Workshoparbeit schafft einen Rahmen, der klassische Formen des Gedenkens erweitert und neue Zugänge ermöglicht. Die Premiere im April 2026 soll zugleich den Auftakt für eine Reihe vergleichbarer Formate im weiteren Bundesgebiet bilden und Impulse für eine zeitgemäße, partizipative Erinnerungskultur setzen.
Im Anschluss an das Radioballett werden thematische Workshops zentrale Fragestellungen aufgreifen, weiterdenken, und in Austausch bringen. Ziel ist es, Strukturen zu hinterfragen, gesellschaftliche Dynamiken kritisch zu beleuchten und individuelle wie kollektive Verantwortung bewusst zu machen. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte unter Druck geraten, sind die Worte des Schwurs von Buchenwald: „Die endgültige Vernichtung des Nazismus ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ – keine historischen Relikte, sondern ein aktueller Auftrag.
Für die Umsetzung dieses Projekts suchen wir Mitstreiter:innen, die Lust haben etwas Neues, Unkonventionelles auszuprobieren und es auch mit uns weiterzuentwickeln – mit fachlicher Expertise, methodischem Wissen, organisatorischer Unterstützung, künstlerischem Beitrag oder kritischer Perspektive. Insbesondere für die Workshops des zweiten und dritten Akts suchen wir noch Moderator:innen. Wir möchten einen offenen, solidarischen Rahmen schaffen, der Vielfalt zulässt und gemeinsames Lernen ermöglicht.
Solltet Ihr Fragen und Anregungen haben oder einfach inspiriert sein mitzuwirken, meldet Euch gerne direkt bei uns!
Hier findet ihr unseren Instagram-Account!
Oder meldet Euch per Mail!
Mit antifaschistischen Grüßen
Euer Team von “Zurück zur Zukunft (z³)”
Abstract zum Planspiel “Zurück zur Zukunft”
Radioballett ist eine Form der Performance im öffentlichen Raum. Menschen treffen sich an einem Ort und tragen Kopfhörer. Über diese hören sie Musik, Geräusche und vor allem gesprochene Anleitungen. Diese Instruktionen werden kollektiv ausgeführt: Die Teilnehmenden gehen, bleiben stehen, machen einfache Gesten oder reagieren auf ihre Umgebung. Der eigene Körper wird dabei zum Werkzeug der Erfahrung. Inhaltlich setzen sich die Teilnehmenden mit Faschismus, Erinnerung und der Frage auseinander, wie wir heute und in Zukunft zusammenleben wollen.
Das Planspiel “Zurück zur Zukunft” als Kombination aus Radioballett und Workshops besteht aus drei Blöcken.
Im ersten Block geht es um die Vergangenheit und darum, wie sich Faschismus angefühlt haben könnte. Die Teilnehmenden befinden sich in einer fiktiven Welt, die zeigt, wie Ausgrenzung, Angst und Gewalt in einem faschistischen System funktionieren. Sie erleben, wie Menschen beobachtet, eingeteilt, ausgegrenzt und schließlich weggesperrt werden. Dabei wird spürbar, wie schwer es ist, mutig zu sein, wenn Angst herrscht, und wie schnell Solidarität verloren gehen kann. Im Kollektiv finden die Teilnehmenden jedoch gegen Ende wieder zu ihrer Stärke zurück und überwinden gemeinsam diesen Zustand.
Der zweite Block handelt in der Gegenwart. Die Teilnehmenden halten an einem öffentlichen Ort inne und machen ihn bewusst zu einem Erinnerungsort. Sie setzen sich damit auseinander, wie wir heute mit Geschichte umgehen. Durch kleine Bewegungen im Raum wird sichtbar, wie sich Meinungen und Haltungen langsam verschieben können – oft, ohne dass man es sofort bemerkt. Dieser Teil macht deutlich: Faschismus beginnt nicht plötzlich, sondern mit Worten, Wegschauen und kleinen Schritten. Die Teilnehmenden übernehmen bewusst Verantwortung und verbinden historische Erinnerung mit ihrem eigenen Handeln in der Gegenwart.
Im dritten Teil richtet sich der Blick in die Zukunft. Die Teilnehmenden stellen sich gemeinsam vor, wie eine gerechte, solidarische und antifaschistische Welt des Friedens und der Freiheit aussehen könnte. In verschiedenen Gruppen entwickeln sie Ideen für Orte, an denen Menschen gut zusammenleben können: Häuser für Begegnung, Räume für Körper und Gesundheit, gemeinschaftliche Gärten sowie offene Werkstätten für Lernen und Gestalten. Dabei wird deutlich, dass Zukunft nicht feststeht, sondern von uns gemeinsam gestaltet werden kann.
“Zurück zur Zukunft” lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu hören, sondern sie mit dem eigenen Körper zu erleben. Das Planspiel verbindet Erinnern, Nachdenken und Zukunftsvisionen – macht Mut, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas zu verändern. Den drei Radioballett-Akten folgt jeweils unmittelbar ein Workshop um das Erlebte und Erfahrene zusammen zu verarbeiten, vertiefen oder direkt in die Praxis umsetzen zu können.
Nach einem Rückblick in die Vergangenheit, stärken wir uns für die Gegenwart, rücken den Fokus wieder in Zukunft und stellen die Frage: Wer wollen wir gewesen sein?
Lust mehr zu erfahren oder Teil des Planspiels zu werden?
Dann meldet euch bei uns!
Instagram: https://www.instagram.com/zhoch_3/
Email: planspiel-Ini@systemli.org
