Stationen
Redebeiträge und Musik
Auf dem Platz erwarten euch spannende Redebeiträge zu verschiedenen Themen und abwechslungsreiches Musikprogramm:
- Tommy Neuwirth
- Banda comunale + Fiatelle (Blaskapelle)
- Ani Motz
- Traumfresser
- Tuba Libre
Gesprächscafé: Lass reden!
Info- und Aktionsstände
Es wird auch dieses Jahr wieder Infostände und Aktionsstände geben schaut vorab schon mal was ihr mitnehmen könnt. Es wird getauscht informiert und Spenden sind immer gern gesehen.
Seht es als Möglichkeit schnell etwas gutes zu tun aber auch als Inspiration für eigenes Engagement.
Auch hier gilt: Kommt ins Gespräch und vernetzt euch.
Sea Punks
Infostand zur zivilen Seenotrettung. Möglichkeiten der DIY-Kultur zum Mitmachen und zur Unterstützung.
Gutscheintausch
Infostand zur systematischen diskriminierenden Situation von Menschen mit nicht bewilligtem Asylantrag in Deutschland.
Aktive Hilfe durch den Tausch von Lebensmittelgutscheinen gegen Geld
1000 Buchen Lebenshilfe
Infostand zum inklusiven Gedenkprojekt 1000 Buchen vom Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V.
Mach Mit! Unterwegs
Colorido
Infostand: Chancen und Grenzen des Dialogs,
Wie man sich auf intelligente und kreative Weise Rechtsextremismus, Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus entgegenstellt und auf Missstände aufmerksam macht.
Siebdruck
Aktionsstand: Ansagen ohne zu Sprechen. Gegen Spende – Drucken lassen oder selber Machen.
Ob Schwarz Weiß oder in bunt, euch erwarten eine Auswahl an Motiven und Stoffe aus denen Aufnäher werden können. Am besten ihr bringt eure Shirts Beutel Taschen oder was ihr sonst bedrucken wollt gleich mit.
Einladung zur offenen Gesprächsrunde (Fishbowl)
Was bewegt unsere Gesellschaft gerade – und wie gehen wir damit um?
Wir laden Sie herzlich zu einer besonderen Gesprächsrunde ein, bei der es um Themen geht, die viele von uns beschäftigen: Zusammenhalt und Vielfalt, Glück in schwierigen Zeiten, Migration, der spürbare Rechtsruck – und die Frage, wie eine bessere Zukunft für uns alle aussehen kann.
Mit dabei sind Menschen aus Vereinen, Initiativen und dem Alltag aus Weimar und dem Weimarer Land. Das Besondere: Auch Sie können sich einbringen.
🪑 Wie läuft das ab?
In der Mitte stehen ein paar Stühle – dort sitzen die Menschen, die gerade miteinander sprechen. Außen herum sitzen alle anderen und hören zu.
Wenn Sie selbst etwas sagen möchten, können Sie jederzeit nach vorne kommen, sich auf einen freien Stuhl setzen und Ihre Gedanken teilen. Danach machen Sie wieder Platz für die nächste Person.
Die Runde wird moderiert: Es wird darauf geachtet, dass alle zu Wort kommen können und die Redeanteile möglichst ausgewogen sind. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf einen respektvollen und fairen Umgang miteinander, auch bei unterschiedlichen Meinungen.
So entsteht ein lebendiges Gespräch, bei dem viele Stimmen gehört werden – nicht nur ein festes Podium.
💬 Warum vorbeikommen?
Zuhören, was andere denken und erleben
Eigene Sichtweisen einbringen – ganz ohne Anmeldung
Neue Perspektiven entdecken
Gemeinsam darüber nachdenken, wie wir unsere Stadt und Region gestalten wollen
Egal, ob Sie einfach neugierig sind oder aktiv mitdiskutieren möchten: Sie sind herzlich willkommen!
für Kinder und Junggebliebene
Kinderprogramm
Die Kindervereinigung und das Nordlicht bieten ein thematisch passendes Programm für kleine und große Kinder an. Mit dabei sind:
- Buttonmaschine
- große Bausteine
- Stoffdruck
- verschiedene Malaktionen zum Thema Vielfalt
- kleine Bastelangebote zum Thema
Wertejenga
Der Demokratiewerte-Turm nach Art eines Jengaspiels ermöglicht eine spielerische Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und ist insbesondere im Gruppenkontext ein kreatives Element, um zum Austausch und Nachdenken anzuregen.
Der Demokratiewerte-Turm steht symbolisch für die Gesellschaft. Sie braucht ein stabiles demokratisches Fundament und besteht aus zahlreichen unverzichtbaren Werten. Wenn alle Werte beachtet und gelebt werden, ist der Demokratieturm stabil und schwankt nicht.
Mobile Skateanlage
Die mobile Skateanlage wird die gesamte Zeit aufgebaut sein.
Für Kinder und Menschen mit wenig oder gar keiner Erfahrung gibt es einen Workshop, bei dem ihr das Wichtigste zum Skaten lernen könnt.
Außerhalb der Workshopzeiten ist viel Raum, um sich durch den Tag zu rollen, Tricks zu üben und sich zu begegnen.
Achtet bitte auf gegenseitige Rücksicht!
Workshops
Hier treffen sich die Teilnehmenden des Planspiels mit den Besucher*innen des Aktionstages.
Eine Anmeldung wäre schön es geht aber auch spontan 🙂
- Die ersten zwei Workshops beschäftigen sich mit dem Thema Vergangenheit.
- Darauf folgen zwei Workshops dem Fokus auf die Gegenwart.
- Die letzten zwei Workshops finden erst am Sonntag statt und werden den Blick in die Zukunft richten.
„Euthanasie: Mahnung für die Zukunft“ (von Nancy LaFit)
Wir erinnern an die Opfer der „Euthanasie“ in Thüringen.
Viele unschuldige Menschen wurden damals getötet.
Der 18. April ist ein Tag des Gedenkens.
Er erinnert uns daran: Jeder Mensch hat Würde. So etwas darf nie wieder geschehen.
Rundgang und Führung durch das Museum für Zwangsarbeit
Die Dauerausstellung geht auf die Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ zurück.
Als dritter Ort der historisch-politischen Bildung in Weimar bringt das Museum die Arbeit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in die Stadt und stärkt ein demokratisches geschichtsbewusstes Miteinander.
Framing, Deframing, Reframing (von Elis)
Sämtliche westliche Demokratien sind momentan in ihrem Bestand gefährdet, durch aufstrebende rechtsextreme, nationalistische und faschistische Kräfte, häufig in den Reihen vermeintlich demokratischer Organisationen. Die tatsächliche Bedrohungslage wird allerdings nicht angemessen abgebildet, sowohl in öffentlich rechtlichen, als auch in privaten Medien. Wesentlich trägt dazu das Framing verschiedener Informationen bei.
In einem interaktiven und praxisorientierten planspielhaften Seminar sollen die Teilnehmerinnen die Möglichkeit bekommen allgemein bekannte Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven zunächst zu analysieren und zu deframen, weiter aber selbst auch zu framen. Durch den eigenen Einsatz inhaltsverzerrender Sprachmittel entwickeln die Teilnehmerinnen ein schärferes Gespür für diese in Medien aus fremder Produktion.
Am Ende werden im Idealverlauf Schlagzeilen zu einem, im Kontext der gesamten Veranstaltung stehenden, Thema verfasst und zur Veröffentlichung aufbereitet.
Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem kritisches Denken, Diskussion und Engagement gefördert werden.
Wesentliche Merkmale des Workshops sollen sein, dass die Beispielereignisse nicht zu neu sind und keine Themen aufgreifen, welche für die Teilnehmerinnen emotional zu behaftet sein können. Dadurch wird gewährleistet, dass die Teilnehmerinnen sich auf ihre jeweiligen Rolecards konzentrieren können. Es werden Rolecards ausgegeben, welche den Teilnehmerinnen Charakteristika und Standpunkte vorgeben. Damit wird erreicht, dass der Fokus auf den Methoden des Framing und Deframing liegt. Folglich gilt es auch the devils advocat zu spielen, um dann allerdings auch zu lernen diesen zu entlarven.
Die grobe Gliederung umfasst einen Vortragspart mit den Themen Framing, Overtonfenster, Buzzwording, Geschichte und Entwicklung von Meinungsmanipulation, Perspektiven zur Auflärung. Daran schließt zu Transformation des Gehörten ein Seminarpart an, bei dem gemeinsam an historischen Ereignissen und der dazugehörigen Berichterstattung analysiert wird, weshalb und mit welchen Mitteln und Methoden Informationen verzerrt wurden. Die nun aktivierten Kenntnisse werden in einem praktischen Teil in kleinen Gruppen angewendet um wiederum Information gemäß der Rolecards aufzubereiten. Bei der anschließenden gemeinsamen Analyse wird versucht die Absichten der Roles zu ermitteln und die wertfreien Reininformationen zu extrahieren.
Es kommt das generische Femininum zu Einsatz.
„DEMOKRATIE AKTIV: Unsere Stimme für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft“ (von KIT e.V)
Demokratie lebt davon, dass wir uns einmischen. Gerade jetzt.
In diesem Workshop geht es um eure Perspektiven:
Wo stoßt ihr an Grenzen? Wo erlebt ihr Ausschlüsse? Und was braucht es, damit sich etwas verändert?
Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem Erfahrungen geteilt, hinterfragt und weitergedacht werden können. Wir verbinden persönliche Eindrücke mit gesellschaftlichen Fragen – und suchen nach Wegen, daraus Haltung und Handlung entstehen zu lassen.
Was passiert im Workshop:
- Austausch über das, was euch beschäftigt
- gemeinsames Verstehen politischer Zusammenhänge
- Raum für Widerspruch, Unsicherheit und neue Ideen
- Entwicklung eigener Positionen und Perspektiven
Es geht nicht darum, fertige Antworten zu liefern – sondern darum, gemeinsam welche zu entwickeln. Für mehr Sichtbarkeit, mehr Teilhabe und eine Gesellschaft, die nicht ausschließt.
„WIDERSTANDSFÄHIG BLEIBEN“ Eine Schreibwerkstatt für Überforderte, Frustrierte und Engagierte (ab 16 Jahren) (Von Anna-Lena Fuhrmann)
„Hast du heute schon die Nachrichten gesehen?“ Antwortest du mit Ja auf die Frage? Oder mit Nein, weil dich die Weltlage einfach überfordert und du dich lieber ins Private zurückziehst? Ein Nein ist total verständlich, aber – willst du nicht eigentlich, dass sich was ändert? Hast du dir die Welt nicht irgendwie anders vorgestellt? Und selbst wenn du engagiert bist: Wie kannst du es schaffen, trotz Gefühlen von Überforderung nicht in die Ohnmacht zu rutschen, sondern aktiv zu bleiben und dich für die Themen einzusetzen, die dir am Herzen liegen?
Diese Schreibwerkstatt gibt keine Antworten, aber sie bietet Impulse zu diesen Fragen: Was hilft mir, die Nerven zu behalten? Welche Strategien von Anpassungsfähigkeit an neue Situationen kann ich mir von der Natur abgucken? Warum fühlt sich Handeln meistens doch besser an, als nichts zu tun? Davon angeregt, entwirfst du in einer Schreibübung eine „widerstandsfähige Geschichte“, um dich zu stärken. Wenn du magst, kannst du deine Geschichte in der Abschlussrunde mit der Gruppe teilen.
Workshopleitung: Anna-Lena Fuhrmann, Kulturwissenschaftlerin und Gründerin der Feinen Zukunft
(www.feine-zukunft.de) —> Webadresse nur optional, wie es für euch passt!
Visible Mending – Werkzeuge zur postkapitalistischen Selbstermächtigung (von Joy-Fabienne & Philipp Enzmann)
Visible Mending ist mehr als eine Reparaturtechnik – es ist eine Haltung. In diesem Workshop begreifen wir das Flicken, Stopfen und Umgestalten von Textilien als eine Form der Selbstermächtigung: Gegen Wegwerflogiken, gegen Perfektionsdruck – und als Gegenentwurf zu Ohnmachts- und Knappheitsnarrativen, die Mangel naturalisieren statt Handlungsspielräume zu eröffnen. Gemeinsam nähern wir uns dem Sichtbarmachen von Spuren: Risse, Löcher und Abnutzung werden nicht versteckt, sondern bewusst hervorgehoben und neu erzählt. Dabei geht es nicht um „schön im klassischen Sinn“, sondern um Aneignung. Was bedeutet es, ein beschädigtes Kleidungsstück nicht zu entsorgen, sondern ihm eine neue Geschichte einzuschreiben?Die Teilnehmenden lernen grundlegende Techniken des Visible Mending kennen – einfache Stick- und Stopftechniken sowie kreative Ansätze zur Anpassung von Kleidung und textilen Alltagsobjekten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, im Vordergrund steht das experimentelle Arbeiten: Ausprobieren, Fehler machen, neu denken. Der Workshop eröffnet zudem Raum für Austausch: Über Konsum, Wertschätzung von Material und Arbeit sowie über die Frage, wem Kleidung eigentlich „gehört“. Visible Mending wird so zu einem leisen, aber wirkungsvollen Akt des Widerstands – und zu einer Einladung, das Verhältnis zu den eigenen Dingen neu zu gestalten.
Bitte bringt ein oder mehrere beschädigte Textilien mit, an denen ihr arbeiten möchtet. Eigenes Material ist willkommen, Grundausstattung wird gestellt.
In diesem Workshop reparieren wir Kleidung nicht „unsichtbar“, sondern machen Spuren bewusst sichtbar – als Gegenentwurf zu Wegwerflogik, Perfektionsdruck und Knappheitsnarrativen. Du lernst einfache Techniken wie Stopfen und Sticken, ganz ohne Vorkenntnisse. Im Fokus:
ausprobieren, aneignen, neu erzählen.
Bring bitte ein kaputtes Kleidungsstück mit
Eigenes Flickmaterial kann mitgebracht werden
Visible Mending = leiser Widerstand & neue Geschichten für deine Dinge.
Ein Workshop von Joy-Fabienne und Philipp Enzmann
